
Tag 1: Brienzer Rothorn
Kaiserstuhl - Mörlialp - Sörenberg - Brienzer Rothorn - Brienz - Hasliberg
Die Anreise zum Ausgangsort gestaltet sich einmal mehr äusserst kreativ.
Matthias möchte früher starten, lässt sich aber von zwei älteren Päpus verführen, kommt zu Extrakilometern und steht gleichzeitig wie seine Kumpels am Start. Celli muss ausschlafen, startet eine Stunde später und macht sich beliebt, indem er seine Freunde noch vor der Mösliälp einholt.
Dani möchte den Eiseesattel unbedingt aus eigener Kraft bezwingen. Er findet aber keinen Freund, der sich das auch antun möchte. So lassen sich alle auf das Brienzer Rothorn gondeln.
Nach den ersten 200 Tiefenmetern beginnt ein Trailfeuerwerk der Sonderklasse. Gegen Ende der Abfahrt lässt die Konzentration nach. Es erstaunt, dass Figu nach einer Spitzkehre abhebt, obwohl er am Mittag mit einer zweiten Portion Käseschnitte für genügend Bodenhaftung gesorgt hat.
Zu einer christlichen Zeit erreichen wir die Haslibergoase und plündern gleich das Buffet.
Tag 3: Surenenpass
Engelberg - Surenenpass - Altdorf
Am Morgen suchen die Gestrandeten im Spiegel ihre Gesichter. Tapfer versuchen sie sich für die letzte Etappe zu motivieren.
Während Figu und Matthias nach Hause rollen, kämpfen sich die Anderen zum Teil mit surrenden Köpfen den Surenenpass hoch. Eine sich an der Sonne räkelnde Aspisviper symbolisiert den giftigen Anstieg. Der grösste Teil des Aufstiegs ist fahrbar. Die Abfahrt nach Erstfeld erinnert eher an einen Alpabzug. Weil die angesäuselten Cracks den Weg doppelt sehen und sich nur an wenigen Stellen in den Sattel setzen, trauen sich die Nüchternen praktisch nichts mehr zu. Ernüchtert erreichen die Ersten das Feld und die Alten das Dorf.
Trotz dem etwas garstigen Ende der Tour sind alle zufrieden und blicken auf ein grandioses Weekend zurück.
Tag 2: Jochpass
Hasliberg - Winterlücke - Engstlernalp - Jochpass - Engelberg
Wir trämpeln bei wunderbarster Kulisse via Winterlücke das Gental hoch und erreichen zur Mittagszeit die Engstlenalp.
Zum Jochpass geht es wahlweise per Sesselbahn oder zu Fuss. Nach der frommen Übernachtung möchten Pjotr und Dani den christlichen Leidensweg nachempfinden und tragen ihr Kreuz im Bachbett hoch. Das gespött der Römer auf dem Lift hören sie zum Glück nicht.
Vor der Abfahrt gönnen wir uns ein Fünfliber - Dessert. Celli möchte wissen, wie viel dieses kostet. Dann stellen wir hinter dem Restaurant unsere Brust raus und lassen es bis Engelberg so richtig sausen.
Beim Bahnhof Engelberg empfängt uns Thomas herzlich mit einem offenen Arm.
Dann geht die Post ab. Die Stimmung beim Apéro und beim Nachtessen ist bombastisch. Eigentlich wäre der Abend perfekt, doch lassen sich die Labilen vor dem Schlafen zu ein paar Litern Bier überreden. Sie versuchen um 02:15 h möglichst leise das Zimmer ihrer Kollegen zu stürmen.
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